Im Folgenden finden Sie einen Leitfaden, der die häufigsten Problembereiche rund um Photovoltaikanlagen behandelt. Es wird besonderer Wert auf die jeweils rechtlichen Problemlösungsmöglichkeiten mit Hilfe von Voltaikanwalt gelegt.
Mangelhafte Installation von Photovoltaikanlagen und Gebäudeschäden:
Die Installation von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) stellt für viele Hausbesitzer und Unternehmen eine bedeutende Investition dar. Neben den offensichtlichen Vorteilen wie der Reduzierung der Stromkosten und der Nutzung erneuerbarer Energien kann eine fehlerhafte Installation jedoch gravierende Folgen haben. Probleme wie mangelhafte Montage, falsche Verkabelung oder unzureichende statische Planung treten immer häufiger auf. Diese Mängel können nicht nur die Effizienz der Anlage erheblich beeinträchtigen, sondern auch erhebliche Schäden am Gebäude verursachen.
Typische Mängel bei der Installation von Photovoltaikanlagen
1. Fehlerhafte Montage und deren Folgen
Die unsachgemäße Befestigung von Solarmodulen auf dem Dach kann dazu führen, dass diese nicht ausreichend gegen Witterungseinflüsse gesichert sind. In einigen Fällen wurden Module durch starke Stürme von den Dächern geweht oder haben sich durch fehlerhafte Verschraubungen gelöst. Dies kann zu erheblichen Sachschäden an der Dachkonstruktion und sogar zu einer Gefahr für Personen führen.
Typische Montagefehler umfassen:
Nicht ausreichend befestigte Solarpaneele, die sich bei Wind lösen können
Falsche Befestigungsmaterialien, die nicht für die spezifische Dachstruktur geeignet sind zum Beispiel die Verwendung von falschen Dachhacken.
Mangelhafte Berücksichtigung der Dachstatik, die langfristige Schäden verursachen kann
Beschädigung der Dachhaut, was zu Wassereintritt und teuren Folgeschäden führen kann
2. Fehlerhafte Verkabelung und Sicherheitsrisiken
Ein weiteres häufig auftretendes Problem sind Mängel in der elektrischen Installation der Photovoltaikanlage. Fehlerhafte oder unsachgemäß verlegte Kabel erhöhen das Risiko von Kurzschlüssen und Bränden. Eine Untersuchung des TÜV ergab, dass etwa 19 % der geprüften PV-Anlagen sicherheitskritische Verkabelungsfehler aufwiesen.
Häufige Verkabelungsmängel:
Fehlende oder falsche Erdung, die zu Stromschlägen führen kann
Überlastung der Kabel, die Brandgefahr erhöht
Unzureichend isolierte Anschlüsse, die zu Leistungseinbußen und Sicherheitsproblemen führen
Verwechslung der Polarität, was die Solarmodule beschädigen kann
3. Schäden an der Dachkonstruktion durch unsachgemäße Installation
Die unsachgemäße Montage von Photovoltaikanlagen kann zu erheblichen Schäden an der Dachstruktur führen. Besonders problematisch sind Dachdurchdringungen, bei denen Wasser in die Bausubstanz eindringen kann. Feuchtigkeit kann langfristig zu Schimmelbildung, Fäulnis und einer erheblichen Beeinträchtigung der Dachkonstruktion führen.
Beispiele für Gebäudeschäden durch fehlerhafte Installation:
Eindringen von Feuchtigkeit durch undichte Dachdurchführungen
Risse in der Dachstruktur durch fehlerhafte Befestigungssysteme
Dämmungsverluste durch falsche Montage der Modulkonstruktionen
Schäden an der Tragfähigkeit des Dachs durch Überlastung der Konstruktion
Rechtliche Lösung bei Gebäudeschäden oder mangelhafter Installation
- Nacherfüllung:
- Minderung des Kaufpreises:
- Rücktritt vom Vertrag:

Geringere Leistung als versprochen:
Die installierte Photovoltaikanlage liefert weniger Leistung als versprochen – Was tun?
Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) ist für viele Hausbesitzer und Unternehmen eine wichtige Investition in erneuerbare Energien. Die Erwartung ist klar: Die Anlage soll sich durch Stromerzeugung langfristig amortisieren und einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leisten. Doch was, wenn die tatsächliche Leistung deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt? Dies ist ein Problem, mit dem sich viele Verbraucher und auch Unternehmen konfrontiert sehen. In diesem Teil des Beitrag beleuchtet Voltaikanwalt die Ursachen für eine unzureichende Leistung und zeigt auf, welche rechtlichen und praktischen Schritte Sie und wir unternehmen können, um Ihre Ansprüche durchzusetzen.
Warum bringt meine PV-Anlage weniger Leistung als zugesichert?
Wenn eine Voltaikanlage weniger Strom produziert als erwartet, kann dies auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein. Diese lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:
1. Technische Probleme der Anlage
Technische Defekte oder Fehler in der Installation sind eine der häufigsten Ursachen für Leistungsminderungen. Typische Probleme sind:
- Defekte Solarmodule: Produktionsmängel oder Transportschäden können die Leistung einzelner Module beeinträchtigen.
- Fehlfunktion des Wechselrichters: Wenn der Wechselrichter nicht korrekt arbeitet, oder schlecht diminesioniert ist, wird der erzeugte Gleichstrom nicht optimal in Wechselstrom umgewandelt.
- Mangelhafte Verkabelung: Fehlerhafte oder schlecht verlegte Kabel können zu Energieverlusten führen.
- Verschattungen durch Montagefehler: Falls die Module ungünstig angebracht sind, kann bereits eine teilweise Verschattung die Leistung der gesamten Anlage reduzieren.
2. Unzureichende Planung oder falsche Erwartungshaltung
Nicht immer liegt das Problem an der Technik selbst. Häufig wird eine zu hohe Leistungserwartung geweckt, sei es durch unzureichende Beratung oder irreführende Werbeversprechen des Anlagenverkäufers:
- Falsche Berechnungen der Erträge: Einige Anbieter geben die Leistung der Anlage unter idealisierten Laborbedingungen an, die in der Praxis selten erreicht werden.
- Unberücksichtigte Standortfaktoren: Faktoren wie die Dachneigung, die Himmelsrichtung oder regionale Wetterverhältnisse können die tatsächliche Stromproduktion beeinflussen.
- Nicht optimal dimensionierte Anlage: Falls der Wechselrichter oder die Modulanzahl nicht aufeinander abgestimmt sind, kann die Effizienz der Anlage leiden.
3. Qualitätsmängel und Probleme mit dem Lieferanten
In einigen Fällen sind Hersteller oder Installateure für die verminderte Leistung verantwortlich:
- Verwendung minderwertiger Materialien: Einige Anbieter nutzen günstige Komponenten, die nicht die versprochene Leistung bringen.
- Fehlende Garantieversprechen: Wenn der Anbieter sich weigert, für Leistungsmängel einzustehen, kann es schwierig werden, Ansprüche geltend zu machen.
- Irreführende Werbung: Manche Unternehmen versprechen unrealistische Ertragswerte, um mehr Kunden zu gewinnen.
Rechtliche Möglichkeiten bei zu geringer Leistung
Wenn Ihre PV-Anlage nicht die vertraglich vereinbarte Leistung erbringt, haben Sie verschiedene rechtliche Handlungsoptionen:
1. Anspruch auf Nacherfüllung
Laut § 439 BGB haben Käufer das Recht, eine fehlerhafte Leistung nachbessern zu lassen. Das bedeutet, dass der Anbieter oder Installateur verpflichtet ist, Mängel zu beseitigen oder fehlerhafte Teile auszutauschen.
2. Minderung des Kaufpreises
Falls eine Nachbesserung nicht möglich oder unzureichend ist, kann gemäß § 441 BGB eine Minderung des Kaufpreises verlangt werden. Dies ist insbesondere dann relevant, wenn die Anlage systematisch weniger Strom produziert als vertraglich zugesichert wurde.
3. Rücktritt vom Vertrag
Bei erheblichen Mängeln, die nicht behoben werden können, besteht die Möglichkeit, vom Kaufvertrag zurückzutreten und eine Rückerstattung des Kaufpreises zu verlangen.
4. Schadensersatz fordern
Falls Ihnen durch die geringere Leistung finanzielle Schäden entstehen, etwa durch entgangene Einspeisevergütungen oder höhere Stromkosten, können Sie gemäß § 280 BGB Schadensersatz fordern.
5. Inanspruchnahme von Garantien
Viele Hersteller und Installateure gewähren Leistungsgarantien für ihre PV-Anlagen. Falls die Leistung unterhalb der garantierten Werte liegt, können Verbraucher diese Garantie in Anspruch nehmen und eine Reparatur oder einen Austausch fordern.
Praktische Tipps zur Lösung des Problems
Falls Sie feststellen, dass Ihre PV-Anlage nicht die erwartete Leistung bringt, sollten Sie folgende Schritte unternehmen:
- Leistungsdaten prüfen: Überwachen Sie die Stromproduktion Ihrer Anlage mithilfe des Wechselrichters oder eines Energiemanagementsystems. Vergleichen Sie die Werte mit den vertraglich zugesicherten Erträgen.
- Dokumentation sammeln: Halten Sie alle relevanten Unterlagen bereit, einschließlich Kaufvertrag, Garantiebedingungen und Leistungsprotokolle.
- Den Installateur oder Hersteller kontaktieren: Setzen Sie eine schriftliche Frist zur Mängelbeseitigung und fordern Sie eine Stellungnahme ein.
- Unabhängige Prüfung einholen: Ein Sachverständiger kann die Ursache für die Leistungsprobleme feststellen und als Grundlage für rechtliche Schritte dienen.
- Rechtliche Beratung einholen: Falls der Anbieter nicht kooperiert, sollten Sie einen Anwalt für Vertragsrecht oder Baurecht konsultieren.

Fazit
Eine Photovoltaikanlage mit unzureichender Leistung kann erhebliche finanzielle Folgen haben. Verbraucher sind jedoch nicht schutzlos: Durch technische Prüfungen, rechtliche Schritte und gezielte Reklamationen können sie ihre Rechte durchsetzen. Wer sich gut informiert und bei Problemen schnell reagiert, kann verhindern, dass eine schlecht funktionierende Anlage zur teuren Fehlinvestition wird.
Rechtliche Lösung bei geringerer Leistung der Photovoltaikanlage
- Nacherfüllung:
- Minderung des Kaufpreises:
- Rücktritt vom Vertrag:
Nicht fertiggestellte Photovoltaikanlagen:
Die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) ist für viele Verbraucher ein großer Schritt in Richtung nachhaltiger und kostengünstiger Energieversorgung. Doch nicht selten kommt es vor, dass die Installation unvollständig bleibt oder essenzielle Komponenten wie der Stromspeicher fehlen. Solche Verzögerungen oder Mängel können die Wirtschaftlichkeit der Anlage erheblich beeinträchtigen und zu erheblichen Frustrationen führen. In diesem Artikel geht Voltaikanwalt auf die Ursachen für solche Probleme ein und zeigen auf, welche rechtlichen und praktischen Schritte Betroffene unternehmen können.
Bedenken Sie als Anlagenkäufer einer Fotovoltaikanlage mit oder ohne Stromspeicher, dass die Unternehmen, die Sie beauftragen in einem schnell wachsenden Markt nicht immer nur Profis sind, auch wenn dies von den Verkäufern so an den Käufer vermittelt wird. Oftmals wird versucht die Gesamtkosten der Anlage im Voraus vom Käufer zu erhalten. Dies sollten Sie auf keinen Fall akzeptieren. Besser ist, Sie bezahlen den Verkäufer nach Baufortschritt.
In der Regel sollten Sie gerade bei kleinen Lieferanten oder Firmen, die neu am Markt sind äußerste Vorsicht walten lassen. Entscheiden Sie nicht nur anhand des Angebotspreises. Fragen Sie nach Referenzen und rufen Sie diese an um zu überprüfen, ob die Referenz auch wirklich zufrieden ist. Beim kleinesten Verdacht, sollten Sie den Auftrag nicht vergeben.
Typische Probleme bei unvollständigen PV-Installationen
Eine nicht fertiggestellte PV-Anlage kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten Probleme sind:
- Fehlende Komponenten: Häufig fehlen zentrale Bestandteile wie der Stromspeicher, der Wechselrichter oder wesentliche Verkabelungen.
- Unvollständige Montage: Die Module sind zwar installiert, aber die Anlage ist nicht betriebsbereit, da beispielsweise die Netzanbindung fehlt.
- Verzögerungen durch den Installateur: Der Anbieter hat die Arbeiten begonnen, aber nicht abgeschlossen – oft aufgrund von Fachkräftemangel oder logistischen Problemen. Auch aus Geldmangel seitens des Lieferanten.
- Lieferschwierigkeiten bei den Komponenten: Aufgrund der hohen Nachfrage oder Lieferengpässen werden bestimmte Teile nicht rechtzeitig geliefert.
- Insolvenz des Unternehmens: Falls der Installationsbetrieb während des Projekts zahlungsunfähig wird, bleibt der Kunde oft mit einer halbfertigen Anlage zurück.
Rechtliche Ansprüche bei nicht vollständig installierten PV-Anlagen
Wenn eine PV-Anlage nicht vollständig installiert wurde, haben Verbraucher verschiedene rechtliche Möglichkeiten, ihre Ansprüche geltend zu machen.
1. Vertragserfüllung einfordern (Nacherfüllung gemäß § 439 BGB)
Nach deutschem Vertragsrecht haben Kunden das Recht, dass der Verkäufer oder Installateur seine vertraglichen Pflichten erfüllt. Sie können die Fertigstellung der Anlage verlangen und eine angemessene Frist zur Nachbesserung setzen.
2. Minderung des Kaufpreises (§ 441 BGB)
Falls der Anbieter nicht in der Lage ist, die fehlenden Komponenten zu liefern, kann eine Minderung des Kaufpreises gefordert werden. Der Preisnachlass sollte der fehlenden Leistung der unvollständigen Anlage entsprechen.
3. Rücktritt vom Vertrag (§ 323 BGB)
Falls der Lieferant oder Installateur trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachbessert oder die Anlage nicht vollständig fertigstellt, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine alternative Firma die Fertigstellung übernehmen soll.
4. Schadensersatz geltend machen (§ 280 BGB)
Wenn durch die Verzögerung finanzielle Schäden entstehen, z. B. weil die Anlage nicht in Betrieb genommen werden kann und keine Einspeisevergütung erzielt wird, kann Schadensersatz gefordert werden.
5. Forderungsanmeldung im Insolvenzfall
Falls der Installateur Insolvenz anmeldet, sollten Kunden ihre Forderungen umgehend beim Insolvenzverwalter anmelden. Dabei kann es hilfreich sein, sich rechtlichen Beistand zu suchen. Die Anmeldung von Insolvenzforderungen übernehmen die Anwälte von Voltaikanwalt gerne für Sie.
Praktische Maßnahmen zur Lösung des Problems
Wenn Ihre PV-Anlage nicht vollständig installiert wurde oder wesentliche Komponenten fehlen, sollten Sie folgende Schritte unternehmen:
- Dokumentation sammeln: Halten Sie alle Vertragsunterlagen, Rechnungen, E-Mails und Protokolle zum Baufortschritt bereit.
- Den Installateur kontaktieren: Setzen Sie eine schriftliche Frist zur Nachbesserung und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, wann die Fertigstellung erfolgen soll.
- Rechtliche Beratung einholen: Falls der Anbieter nicht reagiert oder insolvent ist, kann Voltaikanwalt mit Spezialisierung für Vertrags- oder Baurecht helfen.
- Ersatzlösung prüfen: Falls möglich, kann ein anderes Unternehmen mit der Fertigstellung beauftragt werden. Die Kosten dafür können unter Umständen als Schadensersatz beim ursprünglichen Anbieter geltend gemacht werden. Aber Achtung handelt Sie nicht überstürzt. Vergeben Sie erst Aufträge, wenn Sie die Gesamtsituation überblicken.
- Garantie- und Versicherungsansprüche prüfen: Falls bestimmte Teile fehlerhaft oder gar nicht geliefert wurden, können Herstellergarantien oder Versicherungen helfen.
Fazit
Eine unvollständige PV-Anlage stellt für viele Verbraucher eine große Belastung dar – finanziell wie auch emotional. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, gegen eine verzögerte oder mangelhafte Installation vorzugehen. Wer sich seiner Rechte bewusst ist und frühzeitig aktiv wird, kann oft eine schnelle Lösung herbeiführen. In jedem Fall lohnt es sich, die eigenen Ansprüche konsequent durchzusetzen, um die geplante Energieunabhängigkeit nicht zu gefährden.
Rechtliche Lösung bei nicht vollständig installierter Photovoltaikanlage oder fehlenden Photovoltaikspeicher
- Nacherfüllung:
- Minderung des Kaufpreises:
- Rücktritt vom Vertrag:

Sicherheitsprobleme bei neu installierten Photovoltaikanlagen:
Besonders neu installierte PV-Anlagen können Sicherheitsprobleme aufweisen – sei es durch fehlerhafte Installation, mangelnde Wartung oder unsichere Energiespeicher. Dieser Abschnitt des Artikel beleuchtet die wichtigsten Sicherheitsrisiken und zeigt auf, wie diese minimiert werden können.
Typische Sicherheitsprobleme bei neu installierten PV-Anlagen
1. Unsichere Energiespeicher (Batteriespeicher)
Energiespeicher spielen eine entscheidende Rolle für die Nutzung von Solarstrom, insbesondere für den Eigenverbrauch. Doch nicht alle Speicher sind sicher, und einige bergen erhebliche Risiken:
- Überhitzung und Brandgefahr: Lithium-Ionen-Batterien können sich bei Überladung oder Defekten stark erhitzen und im schlimmsten Fall Feuer fangen.
Emtec Speicher sind ein derzeit aktuelles Beispiel für solche Probleme.
- Mangelhafte Lüftung: Unzureichend belüftete Räume erhöhen das Risiko einer Überhitzung.
- Fehlende oder defekte Schutzmechanismen: Ein unsachgemäßer Einbau kann dazu führen, dass wichtige Schutzvorrichtungen wie Temperatursensoren oder Notabschaltungen nicht funktionieren.
- Schlechte Qualität der Batterien: Billige oder unsachgemäß getestete Speicher weisen oft Sicherheitsmängel auf, die zu Kurzschlüssen oder Explosionen führen können.
2. Brandgefahr durch fehlerhafte Verkabelung
Die elektrische Verkabelung ist eines der sicherheitskritischsten Elemente einer PV-Anlage. Fehler bei der Installation oder minderwertige Materialien können zu folgenden Problemen führen:
- Kurzschlüsse durch beschädigte oder unsachgemäß installierte Kabel
- Überhitzung der Kabel aufgrund unzureichender Dimensionierung
- Isolationsfehler, die zu Stromlecks und gefährlichen Spannungen führen können
- Fehlender Überspannungsschutz, der insbesondere bei Blitzeinschlägen zu Schäden führen kann
3. Unzureichender Blitz- und Überspannungsschutz
PV-Anlagen sind aufgrund ihrer Position auf dem Dach besonders anfällig für Blitzeinschläge. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen können erhebliche Schäden entstehen:
- Defekte Wechselrichter und Module durch plötzliche Überspannung
- Schmorbrände in der elektrischen Anlage
- Kompletter Systemausfall, wenn wichtige Komponenten beschädigt werden
4. Mängel bei der Dachmontage und Standsicherheit
Ein unsachgemäßer Aufbau der PV-Anlage kann nicht nur die Leistung beeinträchtigen, sondern auch ein Sicherheitsrisiko darstellen:
- Lose oder unzureichend befestigte Solarmodule können sich bei starkem Wind lösen und Schäden verursachen.
- Undichte Dachmontagen können zu Wassereintritt und langfristigen Gebäudeschäden führen.
- Fehlende Statikberechnungen können dazu führen, dass das Dach durch das Gewicht der Anlage überlastet wird.
Rechtliche Möglichkeiten und Ansprüche bei Sicherheitsmängeln
Wenn eine neu installierte PV-Anlage Sicherheitsprobleme aufweist, haben Verbraucher verschiedene rechtliche Mittel, um ihre Rechte durchzusetzen:
1. Anspruch auf Mängelbeseitigung (Nacherfüllung, § 439 BGB)
Der Installateur oder Anbieter ist verpflichtet, fehlerhafte oder gefährliche Installationen kostenlos zu reparieren oder unsichere Komponenten auszutauschen.
2. Rücktritt vom Vertrag (§ 323 BGB)
Falls schwerwiegende Sicherheitsmängel nicht behoben werden können oder der Installateur nicht zur Nachbesserung bereit ist, können Kunden vom Vertrag zurücktreten.
3. Schadensersatzforderungen (§ 280 BGB)
Falls durch Sicherheitsmängel finanzielle Schäden entstehen – z. B. durch Brände oder beschädigte Gebäudeteile – kann der Betreiber der Anlage Schadensersatz geltend machen.
4. Produkthaftung des Herstellers (§ 823 BGB)
Falls ein Sicherheitsproblem auf eine fehlerhafte Batterie oder ein fehlerhaftes Modul zurückzuführen ist, kann auch der Hersteller haftbar gemacht werden.
Praktische Tipps zur Vermeidung von Sicherheitsrisiken
- Zertifizierte Produkte verwenden: Beim Kauf von Modulen, Wechselrichtern und Batteriespeichern auf TÜV- oder VDE-Zertifizierungen achten.
- Erfahrene Fachbetriebe beauftragen: Nur geprüfte und qualifizierte Fachbetriebe mit der Installation beauftragen.
- Regelmäßige Wartung durchführen: Eine regelmäßige Inspektion durch einen Fachmann kann Probleme frühzeitig erkennen und beheben.
- Blitzschutz und Überspannungsschutz installieren: Investitionen in Schutzmechanismen verhindern teure Schäden.
- Brandrisiken minimieren: Energiespeicher in gut belüfteten Räumen installieren und keine billigen No-Name-Produkte verwenden.
- Bauabnahme dokumentieren: Alle Installationsschritte sollten dokumentiert und protokolliert werden, um später mögliche Mängel nachweisen zu können.
Fazit
Neu installierte Photovoltaikanlagen bieten zahlreiche Vorteile, bringen jedoch auch sicherheitsrelevante Herausforderungen mit sich. Insbesondere unsichere Batteriespeicher, fehlerhafte Verkabelungen und mangelnder Blitzschutz können erhebliche Risiken darstellen. Verbraucher sollten daher sorgfältig prüfen, ob alle Sicherheitsstandards eingehalten wurden, und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten, um ihre Ansprüche durchzusetzen. Durch eine fachgerechte Installation, regelmäßige Wartung und hochwertige Komponenten lassen sich viele Sicherheitsprobleme bereits im Vorfeld vermeiden.
Schon beim kleinesten Verdacht auf einen Sicherheitsmangel an der Photovoltaikanlage oder bei Problemen mit Solarspeicheranlagen bzw. angeschlossenen Batteriespeichers sollten Sie aktiv werden. Nehmen Sie Kontakt mit Voltaikanwalt auf, wir haben einen guten Überblick über verdächtige Komponenten oder unqualifizierte Lieferanten. Risikieren Sie auf keine Fall einen Brand oder die Gefährdung von Menschenleben.
Rechtliche Lösung bei Sicherheitsproblemen einer installierten Photovoltaikanlage oder eines Solarspeichers
- Nacherfüllung:
- Minderung des Kaufpreises:
- Rücktritt vom Vertrag:

Lieferprobleme und Verzögerungen der Komponenten für Photovoltaik:
Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele Hausbesitzer und Unternehmen möchten sich unabhängiger von steigenden Strompreisen machen und erneuerbare Energien nutzen. Doch ein zunehmendes Problem sind Lieferverzögerungen, die dazu führen, dass PV-Anlagen nicht fristgerecht in Betrieb genommen werden können. Dies führt nicht nur zu Frustration, sondern auch zu finanziellen Verlusten durch entgangene Einspeisevergütungen oder eingesparte Stromkosten. In diesem Abschnitt des Artikels beleuchten wir die Ursachen für Lieferverzögerungen, die rechtlichen Möglichkeiten für Betroffene und welche Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergriffen werden können.
Ursachen für Lieferverzögerungen bei PV-Anlagen
Die Verzögerungen bei der Lieferung und Installation von PV-Anlagen können verschiedene Gründe haben:
- Engpässe in der Lieferkette: Aufgrund der hohen globalen Nachfrage nach Solarmodulen, Wechselrichtern und Batteriespeichern gibt es weltweit Engpässe in der Produktion und Verfügbarkeit. Oder es gibt Probleme mit Austauschkomponenten, die jedoch nicht den ursprünglichen Anforderungen entsprechen.
- Fachkräftemangel: Viele Installationsunternehmen sind überlastet, da die Anzahl qualifizierter Fachkräfte für die Montage und Netzanschlüsse begrenzt ist.
- Bürokratische Hürden: Genehmigungsprozesse, Verzögerungen bei Netzanschlüssen durch den Netzbetreiber oder lange Wartezeiten bei Förderanträgen können die Inbetriebnahme zusätzlich verzögern.
- Verzögerte Genehmigungen und technische Abnahmen: Oft liegt die Anlage bereits bereit, kann aber nicht in Betrieb genommen werden, weil behördliche Prüfungen oder Netzanschlüsse nicht zeitnah erfolgen.
- Probleme mit dem Lieferanten oder Hersteller: Manche Unternehmen haben Schwierigkeiten, die bestellten Komponenten rechtzeitig zu liefern oder stehen selbst vor wirtschaftlichen Problemen.
Auswirkungen der Verzögerung auf die Stromerträge
Wenn eine PV-Anlage nicht fristgerecht in Betrieb genommen werden kann, hat dies direkte finanzielle Folgen:
- Ausfall von Einspeisevergütungen der Photovoltaikanlage: Wer seine Anlage zur Netzeinspeisung nutzen möchte, kann erst mit der Inbetriebnahme von der garantierten Vergütung profitieren.
- Nicht realisierte Stromkosteneinsparungen: Ohne eigene Stromproduktion muss weiterhin teurer Netzstrom bezogen werden.
- Verfall von Fördermitteln: In einigen Fällen gibt es zeitlich begrenzte Förderungen, die bei verspäteter Inbetriebnahme verfallen können.
- Verzögerter Return on Investment (ROI): Die Wirtschaftlichkeitsberechnung der Anlage basiert auf bestimmten Annahmen zu Erträgen – Verzögerungen führen dazu, dass sich die Investition später amortisiert.
Rechtliche Möglichkeiten bei Lieferverzögerungen
Wenn ein Anbieter oder Installateur eine PV-Anlage nicht wie vereinbart liefert oder montiert, können Verbraucher verschiedene rechtliche Schritte einleiten:
1. Verzug des Lieferanten geltend machen (§ 286 BGB)
Wenn der Lieferant die vereinbarte Lieferzeit nicht einhält, gerät er in Verzug. Der Kunde kann schriftlich eine Nachfrist setzen und bei weiterem Verzug rechtliche Schritte einleiten.
2. Vertragsrücktritt (§ 323 BGB)
Falls eine erhebliche Verzögerung eintritt, kann der Käufer nach einer angemessenen Nachfrist vom Kaufvertrag zurücktreten und bereits geleistete Zahlungen zurückverlangen.
3. Schadensersatz wegen Nichterfüllung (§ 280 BGB)
Wenn dem Kunden durch die Verzögerung ein finanzieller Schaden entsteht, etwa durch entgangene Einspeisevergütungen oder höhere Stromkosten, kann er diesen Schaden gegenüber dem Lieferanten geltend machen.
4. Vertragsprüfung auf Liefergarantien und Klauseln
Viele Verträge enthalten Regelungen zu Lieferzeiten. Verbraucher sollten prüfen, ob vertragliche Garantien oder Pönalen bei Verzögerungen vereinbart wurden.
Maßnahmen zur Schadensbegrenzung
Wenn sich die Lieferung oder Installation der PV-Anlage verzögert, gibt es einige Maßnahmen, die Kunden ergreifen können:
- Lieferstatus regelmäßig überprüfen: Bleiben Sie mit Ihrem Anbieter in Kontakt und lassen Sie sich verbindliche Zusagen geben.
- Alternative Lieferanten oder Module prüfen: Falls sich bestimmte Komponenten verzögern, kann der Wechsel auf andere verfügbare Modelle eine Option sein.
- Teilweise Inbetriebnahme erwägen: Falls einige Komponenten fehlen, aber die Hauptmodule vorhanden sind, könnte eine teilweise Inbetriebnahme möglich sein.
Sie können eventuell teure Komponenten, die nicht geliefert werden können einfach abbestellen und bei einem anderen Lieferanten selbst beschaffen.
- Vorübergehende Stromsparmaßnahmen treffen: Um die finanziellen Auswirkungen der Verzögerung zu minimieren, kann es sinnvoll sein, den Stromverbrauch zu optimieren.
- Rechtliche Schritte vorbereiten: Falls die Verzögerung erheblich ist, sollte frühzeitig geprüft werden, ob Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.
Fazit
Lieferverzögerungen bei Photovoltaikanlagen sind ärgerlich und können erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf Probleme zu reagieren, Verträge genau zu prüfen und im Ernstfall rechtliche Schritte einzuleiten. Wer seine Rechte kennt und frühzeitig handelt, kann oft verhindern, dass die Verzögerung zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen führt. Letztendlich bleibt jedoch auch ein gewisses Maß an Geduld gefragt, da die aktuellen Engpässe auf dem Markt für Solartechnik sich nicht von heute auf morgen lösen lassen.
Bitte beachten Sie, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, so übernimmt diese in der Regel die Kosten für die Rechtsberatung von Voltaikanwalt. Fragen Sie einfach bei uns an, wir prüfen selbstständig, ob Ihre Rechtsschutzversicherung ihre Rechtsberatungskosten für Sie übernimmt.
Rechtliche Lösung bei Lieferverzögerungen im Umfeld von Photovoltaikanlagen
- Nacherfüllung
- Minderung des Kaufpreises:
- Rücktritt vom Vertrag:
- Inanspruchnahme der Rechtschutzversicherung

Qualitätsmängel bei Photovoltaikanlagen:
Die Installation einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) stellt für viele Hausbesitzer und Unternehmen eine bedeutende Investition dar. Doch immer häufiger kommt es vor, dass neu installierte Anlagen Qualitätsmängel aufweisen. Diese Mängel führen nicht nur zu einer verzögerten Inbetriebnahme, sondern auch zu finanziellen Verlusten durch entgangene Einspeisevergütungen oder nicht realisierte Stromkosteneinsparungen. In diesem Teilbereich des Artikels beleuchten wir die häufigsten Qualitätsmängel, die rechtlichen Möglichkeiten für Betroffene und welche Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergriffen werden können.
Typische Qualitätsmängel bei Photovoltaikanlagen
Qualitätsmängel können verschiedene Ursachen haben und unterschiedliche Auswirkungen auf die Leistung der Anlage haben. Die häufigsten Mängel sind:
- Defekte oder minderwertige Solarmodule: Produktionsfehler oder minderwertige Verarbeitung können zu Leistungseinbußen oder Totalausfällen führen.
- Fehlfunktionen des Wechselrichters: Ein nicht korrekt funktionierender Wechselrichter beeinträchtigt die Umwandlung des erzeugten Gleichstroms in nutzbaren Wechselstrom.
- Schlechte Verkabelung und Anschlüsse: Unsachgemäß installierte oder unterdimensionierte Kabel können zu Leistungsverlusten oder gar Sicherheitsrisiken wie Kurzschlüssen führen.
- Undichte Dachdurchführungen: Wenn die Anlage nicht fachgerecht montiert wurde, kann es zu Wassereintritt und erheblichen Gebäudeschäden kommen.
- Fehlende oder fehlerhafte Netzanschlusskomponenten: Verzögerungen bei der Anbindung ans Stromnetz oder fehlerhafte Bauteile können die Inbetriebnahme erheblich verzögern.
- Unzureichende Befestigung: Schlecht montierte Module können sich bei starkem Wind lösen und Schäden verursachen.
Auswirkungen auf die Inbetriebnahme und Stromerträge
Wenn eine PV-Anlage Qualitätsmängel aufweist und nicht wie geplant in Betrieb genommen werden kann, entstehen erhebliche finanzielle und organisatorische Probleme:
- Verzögerung der Einspeisevergütung: Wenn die Anlage nicht ans Netz geht, bleibt die erwartete Einspeisevergütung aus.
- Nicht realisierte Stromkosteneinsparungen: Statt den eigenen Strom zu nutzen, müssen weiterhin hohe Strompreise gezahlt werden.
- Zusätzliche Reparatur- oder Austauschkosten: Falls die Mängel nicht direkt vom Installateur behoben werden, entstehen oft erhebliche Zusatzkosten.
- Verlängerter Return on Investment (ROI): Die Wirtschaftlichkeit der Anlage basiert auf einer bestimmten Amortisationsdauer, die sich durch Verzögerungen verlängert.
- Wertminderung der Anlage: Falls die Qualitätsmängel nicht behoben werden können, kann dies zu einer dauerhaften Wertminderung führen.
Rechtliche Möglichkeiten bei Qualitätsmängeln
Wenn eine PV-Anlage Qualitätsmängel aufweist, haben Verbraucher verschiedene rechtliche Mittel, um ihre Ansprüche geltend zu machen:
1. Anspruch auf Mängelbeseitigung (§ 439 BGB)
Der Verkäufer oder Installateur ist verpflichtet, fehlerhafte Komponenten auszutauschen oder nachzubessern. Der Kunde kann eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung setzen.
2. Rücktritt vom Vertrag (§ 323 BGB)
Falls die Mängel erheblich sind und nicht innerhalb einer angemessenen Frist behoben werden, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten und eine Erstattung bereits geleisteter Zahlungen fordern.
3. Minderung des Kaufpreises (§ 441 BGB)
Falls eine vollständige Nachbesserung nicht möglich ist, kann der Käufer eine Preisminderung verlangen, die der Leistungsminderung der Anlage entspricht.
4. Schadensersatz wegen Nichterfüllung (§ 280 BGB)
Falls durch die Verzögerung finanzielle Schäden entstehen, z. B. durch entgangene Einspeisevergütungen oder zusätzliche Kosten für den Netzstrombezug, kann Schadensersatz gefordert werden.
5. Produkthaftung des Herstellers (§ 823 BGB)
Falls die Mängel auf fehlerhafte Produkte des Herstellers zurückzuführen sind, kann dieser unter Umständen haftbar gemacht werden.
Praktische Maßnahmen zur Schadensbegrenzung
Falls eine PV-Anlage Qualitätsmängel aufweist oder nicht betriebsbereit ist, können folgende Maßnahmen helfen, die Auswirkungen zu minimieren:
- Dokumentation sammeln: Alle Vertragsunterlagen, Rechnungen, E-Mails und Prüfprotokolle aufbewahren.
- Den Installateur oder Hersteller kontaktieren: Schriftlich eine Frist zur Mängelbeseitigung setzen.
- Unabhängige Gutachten einholen: Ein Sachverständiger kann die Mängel bestätigen und als Grundlage für rechtliche Schritte dienen.
- Rechtliche Beratung einholen: Falls der Anbieter nicht kooperiert, kann Voltaikanwalt für Vertrags- oder Baurecht helfen.
- Mängel nicht selbst beheben: Eigenmächtige Reparaturen könnten dazu führen, dass Garantie- oder Gewährleistungsansprüche erlöschen.
- Teilweise Inbetriebnahme prüfen: Falls möglich, kann ein Teil der Anlage bereits ans Netz gehen, um erste Erträge zu generieren.
Fazit
Qualitätsmängel bei neu installierten Photovoltaikanlagen sind ein ernstzunehmendes Problem, das erhebliche wirtschaftliche Folgen haben kann. Verbraucher sollten sich ihrer Rechte bewusst sein und frühzeitig auf Probleme reagieren. Durch eine sorgfältige Prüfung der Verträge, eine professionelle Installation und eine rechtzeitige Reklamation können viele Probleme vermieden oder schnell behoben werden. Falls der Anbieter nicht kooperiert, stehen Verbrauchern verschiedene rechtliche Mittel zur Verfügung, um ihre berechtigten Ansprüche durchzusetzen.
Oft übernimmt die Rechtschutzversicherung die Rechtsberatungskosten in einem solchen Fall. Kontaktieren Sie unverbindlich Voltaikanwalt, wir prüfen das für Sie.
Ausserdem kennen wir aus über 300 Verfahren, welche Komponenten Qualitätsmängel auf weisen oder welche Lieferanten keine gute Qualität liefern.
Rechtliche Lösung bei mangelhafter Qualität bei Komponenten einer Photovoltaikanlage
- Nacherfüllung:
- Minderung des Kaufpreises:
- Rücktritt vom Vertrag:

Probleme mit unseriösen Anbietern bei Solarteuren:
Der Markt für Photovoltaikanlagen boomt – doch mit dem steigenden Interesse an Solarenergie wächst auch die Zahl unseriöser Anbieter. Immer häufiger berichten Verbraucher von überteuerten Verträgen, mangelhaften Anlagen oder gar nicht gelieferten Komponenten. Dieser Artikel zeigt, wie unseriöse Solarfirmen arbeiten, welche Warnsignale es gibt und wie sich Kunden schützen können. Zudem werfen wir einen Blick auf einige Unternehmen, die in Deutschland bereits negativ aufgefallen sind.
Wie unseriöse Anbieter von Photovoltaikanlagen vorgehen
Viele unseriöse Anbieter nutzen aggressive Verkaufsmethoden oder locken mit unrealistischen Versprechungen. Zu den häufigsten Betrugsmethoden gehören:
- Überteuerte Verträge mit versteckten Kosten: Kunden werden durch undurchsichtige Verträge an hohe Preise und langfristige Zahlungsverpflichtungen gebunden.
- Druckverkaufstaktiken: Vertreter setzen Kunden unter Druck, sofort einen Vertrag zu unterschreiben, ohne eine Bedenkzeit zu gewähren.
- Schlechte oder unvollständige Installation: Anlagen werden fehlerhaft oder nur teilweise installiert, sodass Kunden hohe Nachbesserungskosten haben.
- Nicht existierende oder mangelhafte Garantien: Versprochene Garantieleistungen entpuppen sich als wertlos, weil der Anbieter nicht erreichbar ist oder gar nicht existiert.
- Vorauszahlungen ohne Lieferung: Kunden zahlen hohe Anzahlungen, doch die Anlage wird nie geliefert oder die Firma meldet Insolvenz an.
- Unqualifizierte Installateure: In manchen Fällen werden Arbeiten von nicht ausgebildeten oder unqualifizierten Monteuren durchgeführt, was erhebliche Sicherheitsrisiken birgt. Installation der Solaranlagenmodule oder Photovoltaikmodule auf dem Dach ohne Gerüst. Hier haftet bei Unfällen unter Umständen der Bauherr.
Warnsignale für unseriöse Anbieter
Wer eine PV-Anlage kaufen möchte, sollte auf folgende Warnsignale achten:
- Unrealistisch niedrige Preise: Wenn der Preis deutlich unter dem Marktniveau liegt, könnte es sich um ein Lockangebot handeln.
- **Dringende Kaufempfehlungen („Angebot nur heute gültig“) **: Seriöse Anbieter setzen Kunden nicht unter Druck.
- Unklare oder fehlende Vertragsdetails: Wenn die Vertragsklauseln unverständlich oder lückenhaft sind, sollte Vorsicht geboten sein.
- Keine oder mangelhafte Referenzen: Ein Anbieter ohne nachweisbare Kundenbewertungen oder echte Referenzprojekte ist verdächtig.
- Fehlender Firmensitz oder fehlende Handelsregistereintragung: Seriöse Unternehmen sind immer im Handelsregister eingetragen.
Unseriöse Anbieter, die in Deutschland bereits negativ aufgefallen sind
Mehrere Unternehmen haben in der Vergangenheit durch fragwürdige Geschäftspraktiken für Schlagzeilen gesorgt. Hier eine Liste einiger Firmen, die Verbraucherschützer und Medien kritisiert haben:
- Energiekonzepte Deutschland (EKD) – Beschwerden über aggressive Verkaufsmethoden, unklare Vertragsklauseln und überhöhte Preise.
- Hahn Solar – Kunden berichteten von verspäteten oder unvollständigen Installationen sowie schlechten Serviceleistungen.
- Eness GmbH – Vorwürfe wegen Druckverkäufen und nicht eingehaltenen Vertragsversprechen.
- DZ4 GmbH – Kunden beklagten sich über undurchsichtige Vertragsbedingungen und schwer verständliche Leasingmodelle.
- Möhring Energie GmbH – Kritik wegen mangelnder Transparenz und fehlerhafter Abrechnungen.
Rechtliche Möglichkeiten für Betroffene
Falls Kunden bereits auf einen unseriösen Anbieter hereingefallen sind, gibt es verschiedene Wege, um sich zu wehren:
- Widerrufsrecht nutzen: Bei Haustürgeschäften oder Online-Verträgen besteht oft ein 14-tägiges Widerrufsrecht.
- Vertrag auf rechtliche Mängel prüfen lassen: Ein Fachanwalt kann bewerten, ob Klauseln unwirksam sind.
- Schadensersatz fordern: Falls eine Leistung nicht erbracht wurde, kann Schadensersatz geltend gemacht werden.
- Verbraucherschutzorganisationen informieren: Organisationen wie die Verbraucherzentrale können helfen, Betrugsfälle öffentlich zu machen.
- Strafanzeige stellen: Falls Betrug nachweisbar ist, kann eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden.
Wie man seriöse Anbieter erkennt
Um Betrügern aus dem Weg zu gehen, sollten Interessenten folgende Punkte beachten:
- Auf Zertifizierungen achten: Seriöse Firmen sind häufig Mitglied im Bundesverband Solarwirtschaft oder besitzen TÜV-Zertifizierungen.
- Vergleichsangebote einholen: Mindestens drei verschiedene Anbieter vergleichen, bevor ein Vertrag unterzeichnet wird.
- Vertrag sorgfältig prüfen: Verträge sollten eine transparente Kostenaufstellung und klare Garantiebedingungen enthalten.
- Erfahrungsberichte lesen: Bewertungen auf Plattformen wie Trustpilot oder Google Reviews helfen, dubiose Anbieter zu entlarven.
- Keine Vorauszahlungen leisten: Zahlungen sollten erst nach erbrachter Leistung erfolgen.
Fazit
Der Markt für Photovoltaikanlagen bietet viele Chancen – doch leider gibt es auch schwarze Schafe unter den Anbietern. Wer aufmerksam ist, sich informiert und unseriöse Methoden erkennt, kann sich vor Betrug schützen. Verbraucher sollten besonders vorsichtig sein, wenn sie unter Druck gesetzt werden oder Angebote unrealistisch günstig erscheinen. Wer Opfer eines unseriösen Anbieters wird, hat verschiedene rechtliche Möglichkeiten, um sich zu wehren und sein Geld zurückzufordern. Letztendlich lohnt sich eine gründliche Recherche, um eine sichere und lohnenswerte Investition in erneuerbare Energien zu tätigen.
Gerne dürfen Sie Ihnen vorliegende Angebote bei Voltaikanwalt zur Prüfung einreichen. Wir werden Ihnen vorab unverbindlich die Prüfungskosten mitteilen. Weiter begleiten wir gerne den Gesamten Anschaffungsprozess der von Ihnen gewünschten Anlage.

Rechtliche Lösung bei unseriösen Anbieter oder Betrug rund um Photovoltaikanlagen
- Nacherfüllung:
- Minderung des Kaufpreises:
- Rücktritt vom Vertrag:
Schwierigkeiten bei der Netzanmeldung:
Die Installation einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) ist für viele Hausbesitzer und Unternehmen ein großer Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit. Doch nach der erfolgreichen Montage beginnt für viele Anlagenbetreiber eine unerwartete Hürde: die Netzanmeldung. Verzögerungen und bürokratische Hürden sorgen oft dafür, dass die PV-Anlage nicht sofort in Betrieb genommen werden kann. In diesem Teil des Artikels beleuchten wir die häufigsten Probleme, ihre Ursachen und geben praktische Tipps, wie sich Verbraucher dagegen wappnen können. Zudem nennen wir einige Unternehmen, die in Deutschland bereits negativ in diesem Zusammenhang aufgefallen sind.
Warum die Netzanmeldung von PV-Anlagen oft problematisch ist
Die Netzanmeldung ist ein wichtiger Schritt für den offiziellen Betrieb einer PV-Anlage. Erst nach erfolgreicher Anmeldung und Genehmigung kann der erzeugte Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet werden. Doch in der Praxis treten immer wieder Schwierigkeiten auf, die den Prozess verzögern:
1. Bürokratische Hürden und lange Bearbeitungszeiten
- Netzbetreiber benötigen für die Bearbeitung zahlreiche Unterlagen wie technische Datenblätter, Schaltpläne und Einheitenzertifikate.
- Lange Bearbeitungszeiten bei Netzbetreibern, insbesondere bei hoher Nachfrage.
- Unterschiedliche Anforderungen je nach Region und Netzbetreiber.
2. Unvollständige oder fehlerhafte Anträge
- Viele Installateure oder Anlagenbetreiber reichen fehlerhafte oder unvollständige Anträge ein.
- Fehlende oder falsche Angaben zu technischen Parametern der Anlage können zu Verzögerungen führen.
3. Netzkapazitätsprobleme und Netzrückwirkungen
- In einigen Regionen sind die Stromnetze bereits stark ausgelastet, was dazu führt, dass Netzbetreiber Einspeisebegrenzungen vornehmen.
- Fehlende Netzausbaukapazitäten können dazu führen, dass Anträge zurückgestellt oder gedrosselte Einspeisewerte festgelegt werden.
4. Probleme mit dem Installationsbetrieb
- Einige PV-Anbieter und Installateure übernehmen zwar die Montage, kümmern sich aber nicht oder nur unzureichend um die Netzanmeldung.
- Unzuverlässige Installationsfirmen hinterlassen Kunden oft mit unvollständigen oder nicht bearbeiteten Anträgen.
Konsequenzen einer verzögerten Netzanmeldung
Eine verspätete Netzanmeldung kann erhebliche finanzielle und praktische Folgen haben:
- Verlust von Einspeisevergütungen: Solange die Anlage nicht offiziell ans Netz angeschlossen ist, kann kein Strom eingespeist und vergütet werden.
- Verzögerung der Amortisation: Die Wirtschaftlichkeitsrechnung der PV-Anlage gerät ins Wanken, wenn die geplanten Einnahmen aus der Einspeisung ausbleiben.
- Höhere Eigenstromkosten: Ohne offizielle Netzanbindung bleibt die Nutzung des selbst erzeugten Stroms eingeschränkt.
- Mehr Aufwand für den Betreiber: Nachträgliche Korrekturen der Netzanmeldedokumente kosten Zeit und Geld.
Rechtliche Möglichkeiten für Verbraucher
Falls es zu erheblichen Verzögerungen bei der Netzanmeldung kommt, haben Verbraucher verschiedene rechtliche Mittel zur Verfügung:
1. Anspruch auf Vertragserfüllung gegenüber dem Installateur
- Falls der Installateur die Netzanmeldung vertraglich zugesichert hat, kann er zur Nachbesserung und Vervollständigung der Unterlagen verpflichtet werden.
- Schriftliche Fristsetzung zur Erfüllung der Netzanmeldung.
2. Beschwerde beim Netzbetreiber
- Falls ein Netzbetreiber die Anmeldung unangemessen verzögert, kann eine formelle Beschwerde eingereicht werden.
- In besonders schweren Fällen kann die Bundesnetzagentur informiert werden.
3. Schadensersatzansprüche geltend machen
- Falls durch die Verzögerung finanzielle Verluste entstehen, kann unter Umständen Schadensersatz gefordert werden.
Firmen, die in Deutschland durch Probleme bei der Netzanmeldung aufgefallen sind
Verschiedene Anbieter wurden in der Vergangenheit wegen mangelhafter Unterstützung bei der Netzanmeldung kritisiert. Hier einige Beispiele:
- Energiekonzepte Deutschland (EKD) – Berichte über unvollständige oder fehlerhafte Anmeldungen sowie mangelnde Unterstützung bei der Netzanbindung.
- Hahn Solar – Kunden beschwerten sich über extrem lange Wartezeiten bei der Netzanmeldung und mangelhafte Kommunikation.
- DZ4 GmbH – Kritisiert für unzureichende Unterstützung bei der Netzanschlussprüfung und unklare Verantwortlichkeiten.
- Eness GmbH – Probleme mit verspäteter Einreichung von Dokumenten für die Netzanmeldung.
- Möhring Energie GmbH – Kunden berichten von fehlerhaften Anträgen und ausbleibender Unterstützung nach Vertragsabschluss.
Tipps zur Vermeidung von Problemen bei der Netzanmeldung
Damit die Netzanmeldung reibungslos verläuft, sollten Verbraucher folgende Maßnahmen ergreifen:
- Klare vertragliche Regelung: Vor Vertragsabschluss sicherstellen, dass die Netzanmeldung explizit im Angebot enthalten ist.
- Frühzeitige Kommunikation mit dem Netzbetreiber: Bereits vor der Installation klären, welche Dokumente und Schritte erforderlich sind.
- Seriöse Anbieter wählen: Bewertungen und Erfahrungen anderer Kunden prüfen, um unseriöse Firmen zu vermeiden.
- Prüfung der Anmeldedokumente: Sicherstellen, dass alle Unterlagen korrekt und vollständig sind, bevor sie eingereicht werden.
- Nachhaltige Kontrolle des Anmeldeprozesses: Den Status der Anmeldung regelmäßig nachverfolgen und sich schriftliche Bestätigungen geben lassen.
Fazit
Die Netzanmeldung ist ein essenzieller, aber oft unterschätzter Schritt beim Betrieb einer Photovoltaikanlage. Verzögerungen oder Fehler in diesem Prozess können zu erheblichen finanziellen Einbußen und Frustration führen. Verbraucher sollten sich daher bereits vor der Installation über die Anforderungen informieren und unseriöse Anbieter meiden, die ihre Kunden nach der Montage im Stich lassen. Mit einer sorgfältigen Planung und klaren Vertragsregelungen kann vielen Problemen vorgebeugt werden.
Rechtsgutachten von Voltaikanwalt als strategische Lösung gegen Abschaltung
In einigen Fällen kommt es vor, dass Netzbetreiber die Einspeisung einer bereits installierten PV-Anlage während des Tages begrenzen oder ganz abschalten. Dies kann erhebliche finanzielle Verluste für den Betreiber bedeuten und die Rentabilität der Anlage gefährden. Ein fundiertes Rechtsgutachten eines spezialisierten Anwalts kann hier neue Möglichkeiten eröffnen:
- Prüfung der rechtlichen Grundlagen: Oftmals berufen sich Netzbetreiber auf unklare oder veraltete Regelungen zur Netzstabilität. Ein juristisches Gutachten kann klären, ob diese Argumentation zulässig ist.
- Durchsetzung des Einspeiserechts: Betreiber haben nach § 8 EEG 2023 grundsätzlich ein Recht auf Netzeinspeisung. Falls der Netzbetreiber die Einspeisung unrechtmäßig verhindert, kann eine anwaltliche Stellungnahme helfen, die Abschaltung zu verhindern.
- Einspruch gegen Netzrückwirkungen: In manchen Fällen argumentieren Netzbetreiber, dass die PV-Anlage Rückwirkungen auf das Netz habe. Eine technische und juristische Prüfung kann zeigen, ob diese Behauptung haltbar ist.
- Verfahren gegen Netzbetreiber: Falls außergerichtliche Einigungen scheitern, kann einer unserer Anwälte von Voltaikanwalt juristische Schritte gegen den Netzbetreiber einleiten, um das Einspeiserecht durchzusetzen.

Rechtliche Lösung bei der Netzanmeldung einer Photovoltaikanlage
- Nacherfüllung:
- Minderung des Kaufpreises:
- Rücktritt vom Vertrag:
Rechtssprechung rund um das Thema Photovoltaik
Hier finden Sie einige relevante Urteile der Deutschen Gerichte im Umfeld Photovoltaik.
LG Ulm, Urteil vom 13. Dezember 2018 – 6 O 343/15 – Mängelhaftung bei Dachsanierung und Installation einer Photovoltaikanlage
LG Paderborn, Urteil vom 16. November 2012 – 4 O 53/12 – Gewährleistung bei Photovoltaikanlagen
LG Bayreuth, Urteil vom 27. April 2012 – 32 O 705/11 – Schadensersatz wegen entgangener Einspeiseerträge
LG Bayreuth, Urteil vom 5. Mai 2017 – 23 O 500/16 – Verjährung von Gewährleistungsansprüchen im Zusammenhang mit einer Installation einer Photovoltaikanlage
OLG Stuttgart, Beschluss vom 10. April 2019 – 10 U 20/19 – Werkverträge in Zusammenhang mit der Installation von Photovoltaikanlagen
LG Detmold, Urteil vom 15.05.2024 – Aktenzeichen 1 O 5/24 – Rückabwicklung eines Photovoltaikvertrages
LG Bielefeld, Urteil vom 18.04.2023 – Aktenzeichen 5 O 149/22 – Mängelbeseitigung bei einer Photovoltaikanlage
OLG München, Urteil vom 09. Juli 2015 – Aktenzeichen 14 U 91/15 – Schadensersatz bei mangelhafter Installation einer Photovoltaikanlage
